Meine Tochter

Nun heisst der Blog: „Papa ohne Kind“, aber ich bin ja gar kein Papa ohne Kind.

Ich kann nur gerade seit über einem Jahr meine Tochter nicht treffen, weil es die Mutter des Kindes verhindert. Sie versteckt sie vor mir und organisiert alles, dass es mir nicht möglich ist, sie zu sehen.

Mir ist klar, dass ich das hätte verhindern können. Ein paar Monate dachte ich immer noch, wir ziehen an einem Strang. Oder: Sie muss doch irgendwann verstehen.
Ich habe darum gebeten, es gefordert, Vorschläge gemacht. Nichts hat sich weiterbewegt.

Jetzt ist für mich die Frage, welche Verantwortung habe ich an der Situation. Im ersten Beitrag habe ich ja schon geschrieben, dass ich ihr sicher Gründe dafür gegeben habe, es genau so zu tun. Ich denke nicht, dass sie es grundlos auf diese Art tut. Aber ich will nicht darüber spekulieren, was es alles sein könnte, denn ich weiß es nicht. Und es ist auch nicht meine Angelegenheit.

Der andere Aspekt, für den ich Verantwortung habe, ist: Warum kann sie es so lang aufrecht erhalten? Das darf sie doch gar nicht!

Nein, sie darf es nicht. Aber es geht, da ich scheinbar zu unpräsent war. Ich habe zwar in Worten weitergemacht, aber ich hätte einfach sofort zum Familiengericht gehen sollen und eine Entscheidung darüber treffen lassen sollen.
Ich glaube, irgendwie war ich auch froh, meine Ruhe vor ihr zu haben. Ich habe so viel „Besitzergreifen“ und „parasitäres Aussaugen“ durch sie erlebt (und erlebe es auf anderen Ebenen immer noch), dass ich tatsächlich die Zeit gebraucht habe, für mich zu sorgen.

Irgendwann werde ich meiner Tochter sagen können, dass ich immer bei ihr war. Dass unser Kontakt zwar unterbrochen war, aber dass die Verbindung trotzdem da war. Aber wahrscheinlich werde ich es nicht sagen müssen, ich glaube, sie kann es spüren.

Ich liebe dich, ich bin bei dir,

und ich werde meine Beziehung zu dir genauso selbst gestalten, wie ich sie zu anderen gestalte. Niemand kann mir das nehmen.
Du hast dir eine krasse Aufgabe gesucht, mit der du hierher gekommen bist, und es ist  für mich offensichtlich eine besondere Aufgabe. Du warst letztendlich der Auslöser, das Zuviel. Du bist aber kein unerwünschtes Kind! Alle meine Kinder sind da, sie sind eine Verkörperung von Liebe. Eine Sehnsucht des Lebens nach sich selbst!

Wir werden damit umgehen. Ich begleite dich, mit aller Offenheit und Aufmerksamkeit. Mit Vertrauen in deinen eigenen Weg, mit aller Liebe.

Du bist ein wunderbarer Mensch!

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Meine Tochter

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