Antrag II, Anhörung

Die ist der kürzeste Beitrag jemals.

Aber dieser eine Satz von der Anwältin der Antragsgegnerin (=Kindesmutter) heute in der Anhörung vor dem Amtsgericht leuchtet mir gerade noch einmal auf und ich muss laut lachen:

„Wer stellt denn schon eine alleinerziehende Mutter von vier Kindern ein!“

Ansonsten ist der Richter sehr freundlich, bestimmt und klar. Aber etwas altmodisch. Es fallen Worte wie: „Es ist egal, wie viele Tage es sind (aus Sicht der Kinder).“, „Die Kinder halten sich ja besuchshalber bei Ihnen auf.“

Schon. Aber ich bin kein Besuch. Ich bin Familienvater. Meine Kinder haben ein Recht auf ein Leben mit mir.

Noch eine Ergänzung, denn ich lese gerade etwas im Beschluss. Dort steht doch tatsächlich:

„Das Umgangsrecht…soll es dem berechtigten Elternteil in erster Linie ermöglichen, sich vom körperlichen und geistigen Befinden des Kindes und seine Entwicklung fortlaufend persönlich zu bezeugen, einer Entfremdung vorzubeugen und dem gegenseitigen Liebesbedürfnis Rechnung zu tragen.“

Jetzt verstehe ich, warum es so schwer scheint, an der Stelle vorwärts zu kommen. Ich gehöre gar nicht zur Familie! Die Kinder sind gar nicht Teil meiner Familie und ich ihrer. Ich bin – so wie es das Gesetz vorsieht – lediglich ein Beobachter, der zur Erzeugung anwesend war und sich nun, nach einer Trennung, vom Entwicklungsstand seiner Kinder überzeugen darf und soll. Fortwährend, und – immerhin – persönlich!

Das fiel mir gestern immer wieder ein und ich musste mehrmals laut auflachen.

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